Mistel in der Onkologie
 
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Leserbrief

Die behinderte Kraft der Mistel

Im Zusammenhang mit den Berichten über die krebstherapeutische Wirkung der Mistel von INGE HIEBL-HOFMANN und Prof. FREDERIC VESTER in SZ vom 5.3. und 23.3. darf mit Dankbarkeit und Bewunderung an den Naturphilosophen und Forscher RUDOLF STEINER

(1861 - 1925) erinnert werden, der - obwohl Nichtarzt - vor genau 70 Jahren diese segensreiche Eigenschaft einer uralten Heilpflanze als erster erkannt und in die Medizin eingeführt hat. RUDOLF STEINER kam zu diesem Wissen nicht etwa auf dem seit GALILEI üblichen mathematisch-analytischen Weg oder experimentell über das Mikroskop und den Tierversuch, sondern einzig und allein durch "erkennendes Denken" und "denkendes Erkennen", also in einer eher meditativen als rationalen Weise, deren sich schon GOETHE als Naturforscher bedient hat. Während der Osterwoche 1920 machte RUDOLF STEINER in 20 frei gehaltenen Vorträgen vor Ärzten und Medizinstudenten hierüber Mitteilung und schuf damit die Grundlage zu einer nach anthroposophischen Gesichtspunkten erweiterten Heilkunde. Daß diese in der offiziellen "wissenschaftlichen" Medizin bis heute weder Anerkennung noch Anwendung auf breiterer Basis gefunden hat, beruht auf deren Unfähigkeit zu einer ganzheitlichen Gesamtschau des Menschen als Teil des Kosmos, die unvereinbar ist mit der seit VIRCHOW herrschenden und dogmatisch erstarrten, einseitig morphologisch und mechanistisch entwickelten Pathologie, Therapie und Organspezialisierung. Unzähligen Krebskranken wurde und wird dadurch die heilsame Wirkung der Mistel in ihrer von RUDOLF STEINER- angegebenen Zubereitung und Anwendung vorenthalten. Der von der Schulmedizin immer wieder erhobene Einwand, es fehle an den "wissenschaftlichen" Grundlagen der Heilerfolge, dient nur als Vorwand dazu, dogmenfreie systematische klinische Beobachtungen und praktische Beweisführungen zugunsten anderer, inhumaner, weit gefährlicherer und kostspieligerer Therapiemethoden zu verhindern. Diese Haltung - sie wurde auch von Prof. VESTER charakterisiert - ist auch insofern absurd, als zahlreiche positive Erfahrungsberichte bereits seit Jahrzehnten vorliegen, sowohl aus der Praxis vieler Ärzte, die sich dafür gern als "Außenseiter" disqualifizieren lassen, als auch aus einigen anthroposophisch geleiteten Kliniken, etwa in Herdecke/Ruhr, Öschelbronn, Filderstadt, Arlesheim (Schweiz) sowie aus dem LUDWIG BOLTZMANN INSTITUT FÜR KLINISCHE ONKOLOGIE in Lainz (Österreich).

Die trotz Subventionierung mit Milliardenbeträgen seit der Jahrhundertmitte im wesentlichen auf der Stelle tretende und ohne jeden Einfluß auf die Krebssterblichkeit gebliebene internationale Krebsforschung und Krebstherapie wäre gut beraten, sich endlich vorurteilsfrei fortschrittlichen, wenngleich nicht "orthodoxen" Mitteln und Methoden aufzuschließen, die nachweislich in der Lage sind, die operativ, radiologisch und chemotherapeutisch erzielbaren Erfolge bei Geschwulsterkrankungen zu verbessern, zu vertiefen und zu stabilisieren.

Dr. med. K. Windstosser, Archiv und Beratungsstelle für ganzheitsmedizinische Onkologie. 4902 Bad Salzuflen.

 


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