Krebs 
 
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Neue Wege der Krebsbehandlung ?

Die SZ-Meldung vom 25.1.89, daß nach dem Konzept und unter der Leitung von Prof. Dr.G.A. NAGEL, Präsident der als streng konventionell bekannten DEUTSCHEN KREBSGESELLSCHAFT, in Freiburg ein 150-Millionen-Projekt zur Behandlung Krebskranker mit vorwiegend natürlichen Heilverfahren geplant sei, bestätigt einmal mehr die alte Regel, daß neue Erkenntnisse, nachdem sie lange genug bekämpft worden sind, eines Tages - sei es aus Vernunft, sei es aus Opportunismus - akzeptiert und annektiert werden, wenn deren Wahrheitsgehalt nicht länger zu unterdrücken ist. Erstaunlich ist im vorliegenden Fall schon, daß die plötzliche Aufgeschlossenheit von einer Seite angekündigt wird, von der man sie am allerwenigsten erwartet hätte.

Die als Ergänzung der operativen und radiologischen Behandlungsmethoden bewährte ganzheitsmedizinisch-biologische Krebstherapie hat eine jahrzehntelange, von der Lehrmedizin rigoros behinderte Entwicklung aufzuweisen. Sie hängt eng mit den Namen früher und verdienstvoller Pioniere zusammen wie Prof. Dr. ZABEL, Dr. ISSELS u.a., die ein ähnliches Schicksal erleiden mußten wie Semmelweis, der Retter der Mütter. Es wäre erfreulich, wenn die seit Mitte des Jahrhunderts auf der Stelle tretende Krebsheilkunde schulmedizinischer Richtung endlich ihre Neuorientierung und Erweiterung auf den Wegen finden würde, die seit langem von den Ärzten vorgezeichnet sind, für die sich die Behandlung des Krebskranken nicht im Kampf gegen die Anhäufung der bösartigen Zellen als Krankheitsprodukt erschöpft, sondern die das Krebsgeschehen als primäre Erkrankung aller Wesensschichten des Menschen bis ins Seelisch-Geistige auffassen und behandeln.

Eine in dieser Weise erweiterte, sachkundig und in redlicher Absicht ausgeübte Heilkunde vermag viel Leid zu verhüten und Leben zu retten. Die von Jahr zu Jahr wachsende Zahl Krebstoter - 1987 hatte sie 166.500 erreicht - und die Tatsache, daß - bezogen auf gleiche Bevölkerungsgruppen und Altersstufen - in der BRD mehr Menschen an Krebs starben als in jedem anderen Land der Erde, sollte alle für das Gesundheitswesen Verantwortlichen nachdenklich machen und aktivieren.

Dr.K.Windstosser, Archiv für Ganzheitsmedizinische Onkologie, Humboldtstr.14, 4902 Bad Salzuflen



 


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