Die vier Säulen der
fundamentalen Ganzheitsbehandlung
Krebskranker und Krebsgefährdeter
Krebs ist - weit über die unbefriedigende Definition der
lehrmedizinischen Onkologie hinausreichend - eine sich vorwiegend im
unsichtbaren Bereich des Menschen anbahnende und abspielende, sein
Weiterleben zutiefst berührende, ja, in Frage stellende Krise. Sie
erreicht mit der zellulären Entartung und Geschwulstbildung ihren
Höhepunkt und äußeren Ausdruck. Spätestens dann muß sich der oder
die davon Betroffene - mit oder ohne fremde Hilfe - seiner Vergangenheit
und Zukunft bewußt werden und eine Entscheidung über die Form des
Weiterlebens treffen. Nur aus einem derartigen Erlebnis des
Krebsgeschehens als Aufruf und Aufgabe kann sowohl für den Kranken als
auch für den Behandler die prinzipielle Möglichkeit der Heilung
erwachsen.
Die konventionellen klinischen Therapieformen spielen sich auf der
rein physischen Ebene ab. Die ihnen zugrundeliegende
Ausrottungs-Strategie hat im wesentlichen versagt. Alle Krebskranken,
die zu Beginn des 20. Jahrhunderts unheilbar waren, sind dies zu dessen
Ende genauso. Die Zähl der in der Bundesrepublik jährlich an Krebs neu
Erkrankenden hat inzwischen 300.000 erreicht, darunter rund 2000 Kinder,
die der Krebstoten 175.000 - beide Zahlen mit steigender Tendenz. Damit
ist das anstehende Problem umrissen.
Einer neuen Ärztegeneration wird es gelingen, auf der Basis
ganzheitlicher Auffassung und an Hand "sanfter" Medizin eine
neue, humane und wirksamere Krebsheilkunde zu schaffen.
Die Reihenfolge der hier in 4 Wirkungsbereiche aufgeteilten
Behandlungsmöglichkeiten entspricht nicht unbedingt dem Grad ihrer
Bedeutung im Programm der Ganzheitstherapie. Allzu mannigfaltig sind die
Ursachen und Erscheinungsformen des Krebsgeschehens, die Reaktionstypen
und Regenerationskräfte der Patienten. Dem kann nur eine variable,
polyvalente, multifaktorielle Behandlung entgegengesetzt werden. Einige
der vielen Möglichkeiten sind jedoch primär und indispensabel. Sie
müssen evtl. gleichzeitig zur Anwendung kommen, wenn es die
Krankheitslage erfordert. Im allgemeinen gilt jedoch Zurückhaltung und
"So wenig wie möglich - so viel wie nötig". Die Erfahrung
erst ermöglicht Sicherheit in der Mittelwahl, der Dosierung, der
Kombination und der Gabenwiederholung. Allzuleicht ist der Kranke
überfordert, schlägt der sich anbahnende Genesungsprozeß ins
Gegenteil um. Also Geduld und Vorsicht. Aus dieser Sicht sind die
Empfehlungen des 1. Abschnittes wahrscheinlich von besonderer
Wichtigkeit.
1. Psychologische Basisbehandlung
- Kontaktnahme und Wegbegleitung.
- Keine Panik - keine überstürzte Fehlentscheidung !
- Überwindung der Angst durch positiv gehaltene Information.
- Psychokatharsis durch Eigenleistung.
- Biographischer Rückblick zwecks Aufdeckung psychischer
"Herde" und bedingungslose Bewältigung derselben
(Methoden BAHNE-BAHNSON, GROSSARTH-MATICEK, HAMER, LE SHAN, SIMONTON).
- Meditation, Visualisation, Imagination. "Krebs ist
heilbar!"
- Integration in Gesellschaft, Beruf, Familie.
- Verhältnis zum Arzt als Arbeitsgemeinschaft.
- Stärkung des Selbsvertrauens und der Zuversicht. Das Gebet!
- Kontakte zu positiv eingestellten Leidensgenossen und zu
alternativ ausgerichteten Selbsthilfegruppen.
- In finalen Stadien Sterbehilfe (BOWENS, KUEBLER-ROSS, MOLINSKI).
2. Beseitigung des krebsbegünstigenden Milieus und der Blockaden des
körpereigenen Reaktionsvermögens.
- Einleitende und später in Abständen zu wiederholende
Fastenperiode von individueller Dauer.
- Vollwerternährung mit hohem Obst- und Rohkostanteil. Maximale
Eiweißeinschränkung striktes Zuckerverbot! Trinkwassermenge
individuell (Volvic). Möhrensaft, Rote-Beete-Saft.
- Laufende, die Nahrungszusammensetzung bestimmende
Säure-BasenKontrolle, grob orientierend mit Teststreifchen Merck
9557 oder Lyphanpapier im Harn, genauer als Titration nach SANDER
auf „latente Azidose“, optimal als Messung der Pufferkapazität
in Blut und Serum nach JORGENSEN. Alkalisierung nur bei Bedarf.
- Zuverlässige Feststellung und Beseitigung geopathischer Influenz.
- Zahnärztliche, durch EAP-Messung unterstützte Suche nach oralen
Herden, des weiterer. nach Organherden und Störfeldern.
Gewissenhafte, schonende, aber gründliche Sanierung, evtl. unter
Elpimed-Schutz und anschließender Neuraltherapie.
- Ausschaltung von Alkohol, Tabak, Arzneimitteln, Drogen, Amalgam,
Strahlen- und Chemotherapieschäden, häuslichem Elektrosmog.
- Bedarfsweise Vitaminsubstitution (siehe auch unter 4.): Carotin,
B-Komplex (cave B 12 und Folsäure!). C, D 2, E.
- Bedarfsweise Elektrolytsubstitution: K, Na, Mg, Ca
(alkalisierend), je nach Indikation ferner Fe, Cu, Se, Zn.
- Darmfunktion und Dysbiosebehandlung, Symbioselenkung.
- Arzneiliche Hilfen: Radikalenfänger (Molekulartherapie nach F.W.
KOCH), Antithrombotika, Fibrinolytika, Aggregationshemmer (Wobe-Präparate,
Carzodelan, Bromelain, Heparin, Liquemin).
- Achtung auf den Wärmehaushalt: Kleidung, Wohnung. Wärmezufuhr so
oft wie möglich: Vollbad, Dusche, Dauerbrause, Sauna (siehe 3.).
- Besonders wichtig für den Vagotoniker (K-Typ, Astheniker,
Hypergiker, Yin-betont).
3. Unterstützende körperliche Aktivität und
physikalisch-therapeutische Maßnahmen.
- Sport, Training, Gartenarbeit usw. je nach Neigung und
Leistungsfähigkeit. Keine Angst vor Muskelkater und Schwitzen.
- Vernünftige Freizeit- und Urlaubsgestaltung. Vorsicht bezüglich
Klimawechsel, Sonnenbestrahlung, Ernährungsfehlern,
Therapieunterbrechung.
- Warme bis heiße Wasseranwendungen, Bäder usw. für den
Vagotoniker, Kneippkuren für den Sympathikotoniker. Hautbürstung,
Hautpflege.
- Ganzmassage, Lymphdrainage, Saunabesuch je nach Bedarf und
Bekömmlichkeit, Dauerbrause (siehe 2.)
4. Spezifische Therapie.
- Mistelpräparate primär, prinzipiell und langzeitig, jedoch unter
genauer Differenzierung der Sorten, der Dosierung und der
Intervalle. Bewährt: Rhythmische Infusionen.
- Biologische Immunmodulatoren wie Zell- oder Organextrakte,
Hydrolysate, zytoplasmatische oder RNS-enthaltende Präparate.
Bewährt in der Reihenfolge Nebenniere, Thymus, Milz, Leber,
Bindegewebe, evtl. Knochenmark. Bewährt: Ney-Tumorin-Stufentherapie.
- Dysoxibiosebehandlung mit O2. O3 unter utilisationsfördernden
Maßnahmen. Kleine und große Blutwäsche. KMT nach v.ARDENNE.
- Vitamin C und A in Megadosen, serienweise, aber nicht
gleichzeitig.
- Proteolytische und fibrinolytische Enzympräparate wie Wobe-Mugos,
Carzodelan, Bromelain, Liquemin und Heparin (siehe unter 2.).
- Hyperthermie und Hyperpyrese, vorwiegend der Klinik zu
überlassen, in vereinfachter Form aber auch häuslich und ambulant
durchführbar, siehe 2.
- Bedarfsweise Immunsubstitution mit Human-Globulin oder Anabolika.
- Interferonbehandlung (Fiblaferon) je nach Stand der Forschung und
finanzieller Möglichkeit.
- Zusammengestellt von:
- Dr.med.K.Windstosser, Humboldtstr.14, 32105 Bad Salzuflen, Tel.
05222/50912
FÜR DIE GANZHEITSMEDIZINISCHE INTENSIVTHERAPIE KREBSKRANKER UND
KREBSGEFÄHRDETER GELTEN FOLGENDE GRUNDSÄTZE:
1. KREBS IST IN KEINER SEINER ERSCHEINUNGSFORMEN UND IN KEINEM SEINER
STADIEN EINE LOKALE ERKRANKUNG.
2. EIN VOLLKOMMEN GESUNDER KANN NICHT AN KREBS ERKRANKEN.
3. DIE ENTFERNUNG DER GESCHWULST IST WICHTIG, BEDEUTET JEDOCH NICHT
DIE BESEITIGUNG DER GESCHWULSTKRANKHEIT. WICHTIGER NOCH IST DIE
VERHÜTUNG DER METASTASIERUNG UND DES REZIDIVS.
4. UNTER GANZHEITSMEDIZINISCHER INTENSIVTHERAPIE SIND ALL JENE
HEILMASSNAHMEN ZU VERSTEHEN, DIE DER BESEITIGUNG DES TUMORMILIEUS, DER
WIEDERHERSTELLUNG OPTIMALER STOFFWECHSELVERHÄ.LTNISSE UND DER MAXIMALEN
AKTIVIERUNG DER KÖRPEREIGENEN ABWEHRFUNKTION GEGEN DIE NOCH VORHANDENEN
KREBSZELLEN DIENEN.
5. DIE AUF CHIRURGISCHEM, RADIOLOGISCHEM UND CHEMOTHERAPEUTISCHEM WEG
ERZIELBAREN ERFOLGE WERDEN AUF DIESE WEISE STABILISIERT, VERTIEFT UND
BEDEUTEND VERBESSERT.
6. NACH DEN HEUTE VORLIEGENDEN ERFAHRUNGEN DARF EINE
GANZHEITSMEDIZINISCHE THERAPIE AUCH IN FORTGESCHRITTENEN, JA, IN FAUSTEN
FÄLLEN DEM KREBSKRANKEN NICHT VORENTHALTEN WERDEN, WEIL DAMIT
PALLIATIVE ERFOLGE, SCHMERZLINDERUNGEN UND LEBENSVERLÄNGERUNGEN UNTER
LEBENSWERTEN UMSTÄNDEN ERZIELT WERDEN KÖNNEN.
Ausschließlich für die Teilnehmer der Baden-Badener Kurse als
Manuskript verviefältigt. Alle Rechte beim Verfasser Dr.K.Windstosser;
© jetzt bei Dr. K. Braun-von Gladiß.
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