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Fibrozystische Mastopathie

von Dr. med Karl Windstosser

Die als Knötchen-oder Strangbildung tastbare Veränderung der Brustdrüse, fibröse bzw. zystische Mastopathie genannt, macht vielen Mädchen und jungen Frauen meist unnötige Sorge. Erforderlich ist eine Behandlung zunächst nur dann, wenn es in der betroffenen Brust zu erhöhter Druckempfindlichkeit oder - etwa in den Tagen vor der Menstruation - zu Schmerzen des Drüsenkörpers kommt. Nach Schwangerschaften bessert sich der Zustand meist spontan.

Einreibungen irgendwelcher Art sollten besser nicht zur Anwendungen kommen. Weiterhin ist die Brust vor Stoß oder Schlag zu schützen und sollte in der kalten Jahreszeit durch eine reinwollende Einlage im Büstenhalter warmgehalten werden.

Zur Einnahme haben sich folgende natürliche Mittel bewährt:

Das Enzympräparat Wobenzym (Mucos); die hochungesättigten Fettsäuren der Öle aus den Samen des Boretsch und der Nachtkerze; Vitamin E (Tocopherol); Vitamin B6 (dies besonders dann, wenn die Mastopathie im Zusammenhang mit der Pilleneinnahme auftritt). Jedes dieser Mittel sollte einige Zeit für sich zur Anwendung kommen, also nicht gleichzeitig mit anderen, um das individuell optimal Wirksame ausfindigzumachen.

Ein weiteres, sehr bewährtes, aber nur unter ärztlicher Kontrolle anzuwendendes Mittel ist Jod, etwa in der homöopathischen Zubereitung Jodum D 2, täglich morgens und abends je 2 Tabletten. In Anbetracht dieser relativ hohen Dosierung ist die individuelle Jodempfindlichkeit zu berücksichtigen.

Weitere häufig verwendete, nebenwirkungsfreie homöopathische Präparate sind: Clematis, Conium, Phytolacca, Silicea, Spongia u.a. Deren Verordnung hat exakt nach den individuellen Gesichtspunkten der Homöopathie zu erfolgen. Die gleichzeitige Einnahme mehrerer dieser Mittel oder eines Gemisches derselben verstößt gegen homöopathische Grundsätze.

Es gibt ferner, insbesondere bei hormonalen Störungen (Menstruationsbeschwerden, Myom etc.) Hormonpräparate wie Bromocriptin, Danazol u.a., deren Verordnung jedoch der Entscheidung des Gynäkologen vorbehalten ist.

Grundsätzlich sollte, wie bei jeder chronischen und schwer beeinflußbaren Krankheit, ein Rutengänger hinzugezogen werden, um die Belastung durch Erdstrahlen auszuschließen. Ebenso wichtig ist der Gebißzustand. Längst erwiesen ist der neurotoxische Einfluß durch Amalgamfüllungen und wurzeltote Zähne.

Hinter mancher fibrozystischen Brustdrüsenveränderung kann als tiefere Ursache ferner ein psychisches Trauma, eine permanente Abwehrbereitschaft, ein nicht bewältigter Konflikt oder ein anderer psychosomatischer Faktor verborgen sein. In solchen Fällen ist die Konsultation eines Psychotherapeuten anzuraten, denn ohne Wiederherstellung der inneren Ordnung und Harmonie können die damit eng verbundenen organischen Veränderungen nicht ausheilen. Auch dabei kann ein homöopathisches Mittel zusätzlich behilflich sein: Ignatia.

Nicht völlig außer acht gelassen werden darf die seltene, aber immerhin mögliche Entstehung einer bösartigen Geschwulst in einer fibrozystisch veränderten Brust. Deshalb sollte jede Frau regelmäßig und gewissenhaft von den Früherkennungsmaßnahmen, einschließlich Mammographie, Gebrauch machen. Vor Probepunktion und Gewebsentnahme ist jedoch nachdrücklich zu warnen (KROKOWSKI, HACKETHAL u.a.). Im Falle des Verdachts der Bösartigkeit gibt es als sofortige, noch vor jedem chirurgischen Eingriff einzusetzende Hilfe die Misteltherapie und andere Möglichkeiten der ganzheitsmedizinischen Früh- und Vorbehandlung.

      

   

 


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